AutoFab: Neue Version 1.2 veröffentlicht
03.09.2009
Updateinformation AutoFab Version 1.2
Detailierte Informationen im PDF-Format zum Download
Das Update (Build 5390) für die bisherige AutoFab Version 1.0 beinhaltet die nachfolgend beschriebenen Verbesserungen gegenüber der Vorgängerversion.
- "Boxed"-Version mit Handbüchern in Deutsch und Englisch
- Segmentierung der Stützanbindung zur Bauplattform
- Mehrfache Konturversätze
- Konturversätze im Überhang- und Volumenbereich
- Import und Export von Material- und Maschinendateien
- Aktualisierte Material- und Maschinendateien
- Parameter für die Materialdichte bei der Kostenkalkulation
- Erweiterte Parameter bei der Schichterzeugung
- Neue Funktionsgruppe "Oberfläche anpassen"
- Offenes Exportformat für AutoFab (AFF)
- Zahlreiche Detailverbesserungen und Fehlerbehebungen
1. "Boxed"-Version mit Handbüchern in Deutsch und Englisch:
Mit der neuen Version 1.2 wird die Vollversion von AutoFab standardmäßig als "boxed"-Version inklusive gedrucktem Handbuch ausgeliefert.
Das Handbuch für AutoFab ist nun sowohl in deutscher und englischer Sprache verfügbar. Neben dem gedruckten Handbuch beinhaltet die installierte Software auch ein Online-Handbuch als PDF-Datei. Das Online-Handbuch kann über den Menüeintrag "? -> Hilfe" oder direkt über die F1-Taste in AutoFab aufgerufen werden.
2. Segmentierung der Stützanbindung zur Bauplattform:
Bei allen Stütztypen kann nun auch die Anbindung des Stützsockels zur Bauplattform bzw. zur Substratplatte segmentiert werden. Die Stützen sind dadurch leichter von der Bauplattform entfernbar, welches insbesondere bei Bauprozessen mit "weichem" Schieber vorteilhhaft sein kann.
Der sogenannte "Sockel-Plattform-Kontakt" kann in den Materialdaten für jeden Stütztyp einzeln ein- bzw. ausgeschaltet sowie frei parametrisiert werden. Hierfür wurde in den Materialdaten für jeden Stütztyp die neue Unterseite "Segmentierung" eingeführt, welche zusätzlich auch die bereits bestehenden Parameter zur Segmentierung der Stützanbindung zum Bauteil beinhaltet.
3. Mehrfache Konturversätze:
Bisher war es nur möglich zusätzlich zur eigentlichen Konturfahrt einen weiteren Konturversatz in einem Baustil zu erzeugen. Mit der neuen Version können nun beliebig viele zusätzliche Konturversätze in einem Baustil erzeugt werden.
Hierzu wurde der in den Materialdateien der neue Parameter "Versatzanzahl" auf den Definitionsseiten für die Baustile eingeführt. Der Parameter steht dabei jeweils für die Unterseiten "Volumen" und "Überhang" zur Verfügung (siehe nächster Punkt).
Bei der Verwendung der Konturversätze ist zu beachten, das diese unabhängig vom Konturabstand des Schraffurbereiches definiert und erzeugt werden. D.h. der Parameter "Konturabstand" bei der Streifenschraffur wird jeweils immer von der Originalkontur gerechnet und ist unabhängig von den Konturversätzen.
Daher können die Konturversätze auch überlappend zum eigentlichen Schraffurbereich erzeugt werden.
4. Konturversätze im Überhang- und Volumenbereich:
Zusätzlich zur Verwendung mehrfacher Konturversätze (siehe vorheriger Punkt) können Konturversätze nun auch wie die eigentliche Konturfahrt zwischen Überhang- und Volumenbereich aufgetrennt werden. Entsprechend kann ein Baustil nun die beiden Vektortypen "Überhangkonturversatz" sowie "Volumenkonturversatz" enthalten, welche auf der Übersichtsseite des Baustils mit unterschiedlichen Laserleistungen verknüpft werden können.
Zudem ist es möglich Konturversätze im Überhang vollständig unabhängig vom Volumenbereich zu erzeugen. D.h. im Überhang kann z.B. eine größere Anzahl von Konturversätzen mit einem geringerem Versatzabstand im Bezug zu den Konturversätzen im Volumenbereich erzeugt werden.
Entsprechend stehen die Parameter für die Konturversätze nun unabhängig voneinander auf den Unterseite "Überhang" und "Volumen" bei der Definition der Baustile in den Materialdateien zur Verfügung.
Bei der Auftrennung der Konturversätze ist zu beachten, das diese dadurch nicht mehr als geschlossener Polygonzug sondern als offene Polylinien erzeugt werden, welche nicht von allen Anlagen unterstützt werden.
Im F&S-Format können aufgetrennte Konturfahrten z.B. nicht gespeichert und auf die Realizer-Anlagen übertragen werden. Daher ist es hier erforderlich, die Konturversätze im Überhang- und Volumenbereich mit identischen Parametern zu erzeugen. Weiterhin müssen auf der Übersichtsseite des Baustils bei beiden Vektortypen "Überhangkonturversatz" sowie "Volumenkonturversatz" auch identische Laserleistungen definiert werden. In diesem Fall erkennt AutoFab, das die Konturversätze identisch sind und exportiert dann einen geschlossenen Polygonzug.
5. Import und Export von Material- und Maschinendateien:
Material- und Maschinendaten können nun auch importiert und exportiert werden. Hierzu stehen in den Dialogen der Material- und Maschinenverwaltung (Menueintrag Einstellungen->Maschinen und Einstellungen->Materialien) nun entsprechend Funktionsknöpfe für den Dateiimport und -export zur Verfügung.
6. Aktualisierte Material- und Maschinendateien:
Die neue Version 1.2 beinhaltet aktualisierte sowie zusätzliche Material- und Maschinendaten. Bei der Installation der neuen Version werden diese zunächst nur im Installationsverzeichnis des Programm abgelegt. Die bestehenden Daten der Vorgängerversion werden daher nicht überschrieben.
Vielmehr informiert AutoFab Sie beim ersten Programmstart, das neue oder geänderte Materialdaten zur Verfügung stehen. Diese können dann in der Material- bzw. Maschinenverwaltung über den Funktionsknopf "Aktualisieren" ausgewählt und übernommen werden.
Durch die Aktualisierung einer Material- oder einer Maschinendatei werden bestehende Dateien mit identischem Namen überschrieben. Wir empfehlen daher die vorherige Sicherung Ihrer Material- und Maschinendaten über die neue Funktion "Export" (siehe vorheriger Punkt).
7. Parameter für die Materialdichte bei der Kostenkalkulation:
Bisher wurde bei der Kostenkalkulation der Materialpreis in Euro pro Liter angegeben. Dieses wurde in den Materialeinstellungen nun auf einen Wert Euro pro Kilo geändert (siehe Materialeinstellungen->Kostenabschätzung).
Damit das ermittelte Bauteil- und Stützvolumen korrekt auf den neuen Materialpreis umgerechnet werden kann, ist daher die zusätzliche Angabe der Materialdichte notwendig. Entsprechend kann in den Materialeinstellungen nun der neue Parameter "Materialdichte" für ein Material definiert werden. Dieser wird dann entsprechend bei der Kostenabschätzung verwendet.
8. Erweiterte Parameter bei der Schichterzeugung:
Standardmäßig verbleiben die Dreiecksdaten (STL) nach der Schichterzeugung eines Bauteils weiterhin im Speicher des Programms. Daher kann auch nach der Schichterzeugung über den Schalter "Schichten" auf der Funktionsseite "Schichten erzeugen" jederzeit wieder zu den Dreiecksdaten zurückgeschaltet werden, um z.B. nachträgliche Veränderungen am STL-Bauteil auszuführen.
Allerdings erhöht sich durch diese Flexibilität auch der Speicherverbrauch des Programms, welches bei komplexen Bauteilen zu Speicherproblemen führen kann. Daher können die STL-Daten nun auch direkt nach der Schichterzeugung gelöscht werden. Hierfür steht der neue Schalter "Dreiecke löschen" auf der Funktionsseite "Schichten generieren" zur Verfügung.
Weiterhin wurden erweiterte Parameter für die Schichterzeugung eingeführt, welche in den Materialeinstellungen auf der Unterseite "Schichtgenerierung" verfügbar sind. Hierbei handelt es sich ausdrücklich um optionale Parameter, welche im Regelfall nicht angepasst werden müssen. Weitere Details hierzu entnehmen Sie bitte den Parameterbeschreibungen im AutoFab Handbuch.
9. Neue Funktionsgruppe "Oberfläche anpassen":
Die neue Funktionsgruppe "Oberfläche anpassen" im Funktionsbereich "Geometrie" beinhaltet neue und erweiterte Funktionen zur qualitativen Anpassungen und Optimierung der Dreiecksoberfläche eines 3D-Modells.
Einige Funktionen der neuen Funktionsgruppe waren bisher schon in der Funktionsgruppe "Geometrie bearbeiten" vorhanden:
- Filtern entarteter Dreiecke (zu kleiner Winkel, zu kurze Kante etc.)
- einfache Reduktion der Dreiecksanzahl (Oberfläche optimieren)
- Glätten der Dreiecksoberfläche
Zusätzlich sind die nachfolgend kurz vorgestellten neuen Funktionen in die neue Funktionsgruppe "Oberfläche anpassen" integriert worden:
- Verbessern der bestehenden Dreiecksqualität
- Reduktion der Dreiecksanzahl unter Berücksichtigung der Dreiecksqualität
- Neuvernetzung der Dreiecksoberfläche (Remeshing)
Verbessern der Dreiecksqualität: Diese Funktion verbessert die Qualität der bestehenden Dreiecke durch Verschiebung der Eckpunkte. Ein gleichseitiges Dreieck (alle Innenwinkel betragen 60 Grad) stellt in diesem Zusammenhang ein optimales Dreieck dar und hat somit auch die höchste Dreiecksqualität. Unter Berücksichtigung einer maximal erlaubten Abweichung von der Originaloberfläche versucht die Funktion die Eckpunkte so zu verschieben, das eine maximal mögliche Dreiecksqualität erzeugt wird. Durch eine optimierte Dreiecksoberfläche können Probleme bei der geometrischen Bearbeitung des Modells durch entartete oder degenierte Dreiecke reduziert werden.
Reduktion der Dreiecksanzahl: Bei der bisherigen Methodik zur Reduktion der Dreiecksanzahl wurde die Dreiecksqualität nicht beachtet. D.h. durch die Reduktion der Dreiecke konnten entartete oder degeneriert Dreiecke in der Dreiecksoberfläche entstehen, welche Probleme bei der weiteren Bearbeitung verursachen konnten. Zugunsten der Rechenzeit wurde die vorgebene Toleranz bei der Abweichung von der Originalgeometrie zudem nicht in allen Fällen exakt eingehalten. Neben der bestehende Methodik (Schnell) wurden daher zwei neue Methoden integriert, welche jeweils die Dreiecksqualität beachten und unterschiedlich genau die Toleranzvorgaben einhalten (Schnell mit Qualiät und Genau mit hoher Qualität).
Neu vernetzen: Die Dreiecksoberfläche wird nach definierten Vorgaben komplett neu erzeugt (Remeshing). Dabei kann insbesondere die gewünschte Dreiecksqualität durch verschiedene Parameter gezielt vorgegeben werden (minimale und maximale Kantenlängen, maximaler Flächeninhalt, maximale Abweichung, minimale Qualität etc.).
10. Offenes Exportformat für AutoFab (AFF):
Das AutoFab Fabrication Format (AFF) ist ein offenes Exportformat von Marcam Engineering zur Übertragung von Baudaten für schichtbasierte Fertigungsverfahren. Es unterstützt alle in AutoFab verwendeten Baustile, Belichtungstypen und Leistungswerte. Insofern können mit dem AFF-Format alle Möglichkeiten und Einstellungen von AutoFab an die Fertigungsanlage übertragen werden.
Das offene und frei verfügbare AFF-Format kann daher als Schnittstelle für zukünftige additive Fertigungsanlagen und Anwendungen angesehen werden.
Bei Interesse an der Spezifikation der AFF-Schnittstelle kann diese direkt bei der Marcam Engineering GmbH angefordert werden.
11. Zahlreiche Detailverbesserungen und Fehlerbehebungen:
Auf Anregung von Anwendern wurden zahlreiche weitere Verbesserungen bei der Programm¬bedienung eingeführt sowie berichtete Fehler behoben.
Helfen Sie uns bei der weiteren Verbesserung des Programmes und berichten Sie uns, wenn Sie Probleme bei der Bedienung haben oder wenn Sie Fehler entdecken. Zur Unterstützung der Fehlersuche speichert AutoFab bei einem Programmabsturz ein Abbild des Speichers auf Ihrem Rechner. Beim nächsten Programmstart werden Sie darüber informiert, das ein Speicherabbild erzeugt wurde und Sie werden aufgefordert uns dieses zu zusenden.
Das Speicherabbild ("Crash Dump") gibt uns Hinweise für mögliche Ursachen bei Programmabstürzen. Dadurch wird uns die Erkennung und Behebung von Fehlern deutlich vereinfacht und Sie erhalten verbesserte Programmversionen.