VisCAM: Neue Version 4.0 veröffentlicht
01.04.2008
Updateinformation VisCAM 4.0
Detaillierte Informationen im PDF-Format zum Download
Nachfolgend sind die Neuerungen und Verbesserungen der Version 4.0 beschrieben.
- Windows Vista Kompatibilität
- Auflösung von Dreiecksschnitten
- Verarbeitung externer Stützdaten
- Erweiterte Erzeugung von Gitterstrukturen
- Aufbringen von Texten und Bitmaps auf gekrümmten Flächen
- Erweiterte Boolesche Operationen
- Unterstützung des MKR-Formats für den DigitalWax Prozess
- Erweiterte Maschinendatenbank und Plattformansicht
- Visuelle Hilfsmittel zur schnellen Lage und Abmessungsbestimmung
- Allgemeine Verbesserungen
1. Windows Vista Kompatibilität:
VisCAM ist nun vollständig kompatibel zum Windows Vista™ Betriebssystem von Microsoft und kann mit diesem ohne Einschränkungen eingesetzt werden.
VisCAM kann mit allen Windows Vista™ Versionen eingesetzt werden (Home, Business, Ultimate, 32Bit, 64Bit). Als 32Bit Programm ist VisCAM auch unter Windows Vista™ 64Bit einsetzbar (mit WOW64, 32Bit Windows Subsystem).
2. Auflösung von Dreiecksschnitten:
Dreiecksüberlappungen und Dreiecksschnitte können nun automatisch erkannt, angezeigt und aufgelöst werden.
Die Anzeige überlappender oder sich schneidender Dreiecke wird über die beiden Anzeigefunktionen "Überlappende Dreiecke" und "Schneidende Dreiecke" erreicht. Zur Auflösung von Dreiecksschnitten und Überlappungen stehen die Funktionen "Überlappungen auflösen" und "Schnitte auflösen" im Dreiecksmenü zur Verfügung.
3. Verarbeitung externer Stützdaten:
Externe erzeugte Stützdateien zu einem Bauteil können automatisch erkannt und gemeinsam mit dem Bauteil eingelesen werden. Bei der Platzierung des Bauteils im Bauraum der gewählten RP-Anlage werden die Stützen mit dem Bauteil zusammen angeordnet. Die Stützdaten werden auch bei der Kostenabschätzung berücksichtigt.
Bauteil und Stützen können gemeinsam in Schichten zerlegt werden. Dabei bleibt die Unterscheidung zwischen Bauteil und Stützen erhalten. Abschließend können Bauteil und Stützen wahlweise in getrennten Dateien oder gemeinsam in einer Schichtdatei an die Anlage exportiert werden. Zudem werden die Verfahrwege der Stützschichten optimiert, welches zu einer Verringerung der Bauzeit für die Stützen führt.
Der automatische Import externer Stützdateien kann über die Option "Stützdateien automatisch laden" im Dateidialog der Funktion "Öffnen" ein- und ausgeschaltet werden. Die Erkennung einer zugehörigen Stützdatei zu einem Bauteil erfolgt über ein Suchmuster (z. B. Bauteilname_s. stl oder s_Bauteilname. stl), welches im Bereich "Stützdateien laden" in den "Importoptionen" festgelegt werden kann.
4. Erweiterte Erzeugung von Gitterstrukturen:
Gitterstrukturen können nun sowohl in den erzeugten Kernbereich eines Modells, wie auch in die äußere oder innere Schale eines Modells eingerechnet werden. Dadurch lassen sich sehr komplexe Modelle mit einer internen Leichtbaustruktur oder aber auch Modelle einer äußeren offen-porösen Struktur erzeugen.
Zudem kann die Größe einer gewählten Grundzelle nun direkt bei der Funktion "Gitterstruktur erzeugen" in X, Y oder Z angepasst werden. Dadurch ist es nicht mehr notwendig unterschiedliche Größenvarianten derselben Grundzelle in der Strukturbibliothek abzulegen.
Die Erzeugung von Gitterstrukturen wurde vollständig von der Erzeugung von Schalenmodellen getrennt. Im Prozess Menü stehen nun entsprechend die beiden Funktionen "Schalenmodell erzeugen" und "Gitterttruktur erzeugen" zur Verfügung.
5. Aufbringen von Texten und Bitmaps auf gekrümmten Flächen:
3D-Texte und Bitmaps können nun auch auf gekrümmten Flächen oder Bereichen des Modells aufgebracht werden. Hierzu steht in den Dreiecksfunktionen "3D-Text erzeugen" und "3D-Bitmap erzeugen" nun jeweils die neue Anbringungsmethode "Projektion" zur Verfügung. Bei der neuen Methode wird der Text oder die Bitmap dann jeweils auf das Modell projiziert und dadurch dem Flächenverlauf des Modells folgend angebracht.
6. Erweiterte Boolesche Operationen:
Die Booleschen Operationen wurden erneut erweitert und verbessert. Neben einer verbesserten Genauigkeit bei der Berechnung wurden insbesondere neue Methoden zur Anwendung der Booleans mit offenen Volumenmodellen und Flächen integriert.
Vor dem Anwenden einer Booleschen Operation kann für die gewählten Objekte jeweils festgelegt werden, ob es sich um ein Volumen oder eine Flächen handelt. Entsprechend werden intern dann unterschiedliche Methoden zur Berechnung der Booleschen Operation ausgeführt. Dadurch können nun z. B. Flächen mit einem Volumen sauber beschnitten werden und umgekehrt.
7. Unterstützung des MKR-Formats für den DigitalWax Prozess:
VisCAM unterstützt auch das MKR-Schichtformat für den DigitalWax Prozess der italienischen Firma DWS. Schichtinformation inklusive Schraffuren sowie Stützen können damit direkt an die DWS Anlagen übertragen werden.
8. Erweiterte Maschinendatenbank und Plattformansicht:
Die Maschinendatenbank wurde erweitert und umgestaltet. Die Methoden und Einstellungen zur Platzierung von Bauteilen sind nun auf der neuen Karteikarte "Platzierung" zu finden. Zudem können auf der Karteikarte "Bauraum" optionale Sperrbereiche auf der Bauplattform definiert werden, welche den Verschraubungen der Substratplatte bei Laserschmelzverfahren entsprechen. Bei der Anordnung von Bauteilen werden die definierten Sperrbereiche berücksichtigt, so dass diese nicht unbewusst von Bauteilen überbaut werden.
Beim Speichern der Plattformansicht werden alle Bauteile nun zusätzlich mit einer durchgehenden Nummerierung versehen. Zusätzlich wird automatisch eine XML Textdatei erzeugt, in welcher zu jeder Nummer der jeweilige Bauteilname aufgelistet ist. Dadurch lässt sich auf einfache Art und Weise eine nachträgliche Zuordnung der gefertigten Bauteile auf der Bauplattform zu den Bauteildaten herleiten.
Zur Speicherung der Plattformansicht muss die Funktion "Ansicht speichern" aus dem Dateimenü ausgewählt und die Option "Plattformansicht speichern" (untere Zeile im Dateidialog) eingeschaltet sein.
9. Visuelle Hilfsmittel zur schnellen Lage und Abmessungsbestimmung:
Zur schnellen Überprüfung der Lage, Position und Abmessungen eines Modells wurden neue visuelle Hilfsmittel integriert, welche in den grafischen Modellbereich eingeblendet werden können. Diese umfassen ein sich dynamisch dem aktuellen Zoomausschnitt anpassendes Lineal sowie ein Maßstabsgitter und der Ursprung.
10. Allgemeine Verbesserungen:
Auf Anregung von Anwendern wurden zahlreiche weitere Verbesserungen bei der Programmbedienung eingeführt sowie berichtete Fehler behoben.